Zocker-Ecke
Review zu
Lock’s Quest – Hüter der Welt
Tower Defense war gestern
Die Verpackung dieses DS-Titels verspricht „das tollste Konstruktionskampfspiel aller Zeiten“.
Zugegeben: Ein Konstruktionskampfspiel habe ich meines Wissens bisher nicht gespielt.
Dann noch das „Best of E3 2008 – Best Strategy Game“-Siegel auf der Vorderseite der Hülle.
Jetzt war ich wirklich ein wenig gespannt auf diesen Titel.
Also rein mit dem Modul in den DS und eingeschaltet.
Was sich dem geneigten Spieler dann bietet, hebt sich angenehm von dem ab, was man in den letzten Monaten so auf dem DS vorgesetzt bekam.
Das Spiel beginnt mit einer sehr schönen Erzählung.
Wir befinden uns in einer fantastischen Geschichte in der Quells, der natürliche Rohstoff allen Lebens die zentrale Rolle spielt. Dieses Quells wird überall im Königreich in Lagern aufbewahrt und stellt die Grundlage für den Wohlstand des Reiches dar.
Dann gibt es da noch die Archineure. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die in einer religiös angehauchten Organisation leben.
Ihre Fähigkeiten erstrecken sich über besondere Kampffertigkeiten, sowie Fertigkeiten mit dem Bau von wehrhaften Anlagen und Maschinen.
Vor nicht allzulanger Zeit gelang es einem Archineur, das Quells in Maschinen einzubauen und den Maschinen so Leben einzuhauchen.
Als ihm seine Forschung vom König verboten wurde und er ins Exil geschickt wurde, erschuf er sich eine Armee aus Maschinensoldaten: die „Uhrwerker“.
Der Archineur Antonius hieß nun „Lord Qual“ und stürzte das Königreich ins Chaos.
Den folgenden Krieg gewannen die Königreicharmee und die Archineuren und stellten den Frieden wieder her.
Das Spiel setzt nun einige Jahre nach dem großen Krieg und dem Tod „Lord Quals“ ein.
Wir sind Lock.
Ein junger Mann, der mit seiner Schwester bei ihrem Großvater an der Küste leben.
Vor unseren Augen wird ein Archineur, bei einer Inspektion eines Quells-Lagers in der Nähe unseres Dorfes angegriffen.
Von Uhrwerkern, die es eigentlich ja nicht mehr geben dürfte.
Und ehe wir uns versehen befinden wir uns mitten im Kampf gegen die zahnrädrigen Fieslinge.
Ist der erste Kampf überlebt, müssen wir nach einer kurzen Zwischensequenz zum ersten Mal unsere Fähigkeiten – ein Wehr zu bauen – unter Beweis stellen. Eine Ehre, die eigentlich nur Archineuren vorbehalten ist.
Springen wir ein wenig in der Zeit.
Unser Dorf war nicht zu retten, Lord Qual und seine Uhrwerker-Armee sind wieder zurück und aus allen Teilen des Königreiches fliehen die Menschen in die mittelalterliche Hauptstadt Antonia.
Dort wird Lock in den Stand eines Archineurs-Rekruten erhoben und darf fortan Seite an Seite mit der Königreichsarmee an Orten mit so wunderschön klingenden Namen wie Gehegewald, Frosthöhlen, Täuschungspass, oder Schwarzgrat das Reich gegen die vorrückenden Uhrwerker verteidigen.
Dabei erlernen wir immer neue Kampf- und Bau-Fertigkeiten, die uns gegen immer mehr, immer stärkere und vor allem auch immer mehr unterschiedliche Uhrwerker wappnen.
Bald sind unsere Wehre aus Stein, dann aus Metall, dann werden unsere Fallen immer raffinierter und und und.
Natürlich wird auch die Geschichte um das Königreich, die Archineure, Lord Qual und das Quells fortgeführt.
Das ist das Schöne an „Lock’s Quest“.
Für einen DS-Titel hat das Spiel ungewöhnlich viel Tiefgang. Story und Gameplay passen wunderbar zusammen und lösen den „nur noch dieses eine Level“-Feeling aus, das man bei vielen DS-Titeln vergeblich sucht.
Fazit: „Lock’s Quest“ ist ein Überraschungserfolg. Geschichte, musikalische Untermalung, Darstellung und das überraschend gut durchdachte Bau- und Kampfsystem mit seinen kleinen aber feinen Mini-Spiel-Einlagen begeistern von der ersten bis zur allerletzten Sekunde!






schönes spiel