Michael Jackson
Ich bin gerade eben von einem Event in Köln nach Hause gekommen und wollte noch ein wenig arbeiten, als ich einen Blick in mein Email-Postfach warf und die Meldung der AP zuerst für einen schlechten Scherz hielt. Sofort sah ich auf diversen Nachrichten-Portalen nach. Es stimmte.
Michael Jackson ist tatsächlich tot.
Und die ganze Welt ist online, sitzt vor dem Fernseher, oder hängt am Radio.
Jeder twittert, die Meldungen in Facebook füllen ganze Bücher.
Ich weiß nicht worüber ich mehr geschockt bin…
Darüber, dass er wirklich tot ist, oder die Medienpräsenz.
Und was ist mit diesem Reverant, den ich gerade auf CNN.com im Live-Stream sehe?
Er spricht über Michael Jackson, wie ein Prediger es eben tut. Er lobt ihn und hebt ihn auf einen Sockel mit Martin Luther King.
Jeder hat plötzlich etwas zu Michael Jackson zu sagen.
“Wär ich doch bloß mal zu einem seiner Konzerte gegangen.”
“Er war ein guter Mann.”
“Er hat viel für die Schwarzen getan.”
“Jackson hat viel für die Musik getan.”
Im Stream sehe ich jetzt die Menschenmenge, die sich vor dem UCLA-Hospital versammelt. Eine moderne Pilgerfahrt. Davor steht ein Reporter, der mir jetzt erzählen will, dass Michael Jackson möglicherweise Medikamenten-Probleme hatte.
Die Autopsie läuft bereits.
Unweigerlich muss ich an den Tod von Freddy Mercury denken. An jenem Tag habe ich am Radio gehangen und mir jede halbe Stunde die gleiche Meldung wieder und wieder angehört.
Was ich zu all dem sagen soll, weiß ich eigentlich gar nicht.
Aber wie Millionen anderer Menschen habe ich das Bedürfnis mich mitzuteilen.
Hat er es geahnt?
Wusste er das sein Ende naht?
War das der Grund für die Verschiebung der Konzerte?
Oder war das nur ein Zufall?
Sein Leben war sicher nicht leicht, eine geschundene Seele, vom Vater der Kindheit beraubt, blieb er im Geiste ein Kind, kam mit der Welt der Erwachsenen eigentlich nie wirklich zurecht. Immer ein wenig der Realität entrückt. Sein Leben war so außergewöhnlich und unwirklich, dass wohl jeder auf die eine oder andere Weise fasziniert von ihm war.
Ja das ist schlimm mit MJ.
Aber jeder stirbt mal…
(meine Lieblingslieder die ich seid ,immer , ich das erste mal gehört habe immernoch im kopf habe : Smooth Criminal , Billi Jean)
Das wirklich furchtbare das ich hierbei finde ist, daß er nur 50 war. So früh zu sterben ist echt mies. Ich hoffe, daß die Presse seine Familie mal etwas in Ruhe trauern lässt. Für die ist das die nächste Zeit sicher auch ohne nervige Interviews schon schwer genug.